Hamburg gegen Nürnberg, das letzte Heimspiel
Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 10:27 Uhr
Christian Schöngard
 Bevor ihr diesen Bericht lest, kann ich euch sagen, dass diese Fahrt einzigartig war und auch bleiben soll. Aber dazu später mehr.
Eigentlich fing der Tag ganz normal an. Da ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr beim großen HSV war, wurde ich leider zum Fahren verdonnert. Gegen Mittag fing ich an, die Leute einzusammeln. Der Eine oder Andere sah nicht ganz so frisch aus, weil der Geburtstag am Vorabend wohl doch etwas länger ging. Am Meisten hat es mich gefreut, dass der Bully fast mit Originalbesetzung nach Hamburg rollte. Einziger Gastfahrer für Hartwig M. war Andre Simons. Zum Glück hatte Witten es noch geschafft, die bei mir angekündigte CD zu brennen und so ging es mit alten Techno-Beats aus unserer Jugend los.
Die Fahrt war wie immer feucht-fröhlich. Unterstützt wurde das Ganze von einigen Eiswürfelwerfern, die jedoch sofort von Carsten in die Schranken gewiesen wurden. Ansonsten war die Fahrt eher unspektakulär, ganz im Gegensatz zu dem was jetzt folgt!!! Um ca. 13:30 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz beim Stadion an. Gegen 13:45 Uhr wollte ich schon mal die Karten verteilen, die eigentlich immer im Bully liegen. Doch leider konnte ich zu meiner Überraschung keine Karten finden. So habe ich unseren Kassenwart Markus A. aus E. gefragt, wo denn bloß die Karten sind und anhand seines dann auftretenden Gesichtsausdrucks konnte ich erahnen, dass die Karten nicht im Bus sondern bei ihm zuhause waren. Nach kurzem Beratschlagen und gefühlten 100 Telefonaten, kam Carsten mit der Nachricht, dass unser Bully-Frauen die Karten bringen. Wir hatten nämlich das große Glück, dass unsere Frauen zu gleichen Zeit im E-Hof essen waren. Als kleines Dankeschön für die netten Damen besorgten wir noch 5 weitere Karten. Da wir wussten, dass wir nicht pünktlich zum Anpfiff im Stadion sein würden, richteten wir uns auf dem Parkplatz gemütlich ein und hörten die NDR2 Bundesligashow. Es hat auch gar nicht lange gedauert, bis das erste Tor für den HSV fiel. Markus bekam ein noch schlechteres Gewissen, als er ohnehin schon hatte. Die Frauen kamen, wir packten unsere Sachen zusammen und schon fiel das zweite Tor für den HSV. Auf dem Weg zum Stadion machten wir noch kurz Halt beim Picknick und wie soll es auch anders sein, 3:0 für den HSV. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was M. A. aus E. sich alles anhören musste. In der 30. – 35. Minute waren wir endlich im Stadion und dachten schon, dass wir kein Tor mehr zu sehen bekommen. Aber der Fußballgott meinte es gut mit uns, sodass wir das 4:0 im Stadion bejubeln konnten.
Trotz des Ärgers bezüglich der Karten, war es doch ein sehr gelungener Tag, der uns immer in Erinnerung bleiben wird.
Euer Schöni
Aktualisiert ( Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 14:41 Uhr )
Blau weiß schwarz sind unsere Farben...
Samstag, den 24. April 2010 um 08:36 Uhr
Jens Behrens
 Kaum einem Spiel kam in jüngerer Zeit mehr Bedeutung zu als diesem - dem Hinspiel im Halbfinale in der Europa-League. Nur Fulham trennt uns noch von dem Endspiel in unserer Stadt in unserem Stadion. Noch nie war Absturz und Erfolg so dicht beieinander. Auf der einen Seite ein Pokal, der in der HSV-Sammlung noch fehlt und auf der anderen Seite die schlechten Nachrichten um den Absturz in der Bundesliga-Tabelle. Unserer Farben tragen wir auch heute wieder. Es ist Donnerstag der 22. April 2010 und der Bully läuft mit sechs von acht Bully-Mitgliedern in Richtung Hamburg. Arbeitsbedingt mussten Schöni und Cord leider passen und ja – ich fahre. Eigentlich dachte, ich wäre schon safe aber die aktuelle Fahrerliste ließ mich befürchten, doch noch in die Fahrerlotterie am letzten Spieltag beteiligt zu sein. No no never. Lieber die Jungs am Donnerstag fahren als am letzten Heimspiel gegen Nürnberg am 01. Mai. Geht gar nicht. Aber nun zurück.
Gegen 17:30 Uhr erscheint Markus mit unserem Gefährt in Feiertagsbeschmückung bei mir und übergibt die Schlüssel. Die Sonne lacht und mit reichlich guter Laune an Bord werden Koko, Haberstrammski, Sir Witten und Hardy eingeladen. Über Bockel auf die A1 und mit 100 Sachen vorbei an Elsdorf in Richtung HSV. Zu diesem Zeitpunkt sind schon unzählige Fans auf der Bahn. Schwarz weiß blau wohin man schaut. Kaum mal eine Minute wo man keinen Bus oder Pkw mit diesen Farben sieht und sei es nur die Aufkleber auf'm Lack.
Ohne Probleme aber bei manchen mit gelb unterlaufenem Auge erreichen wir den Parkplatz. Erleichterung für so manchen, der seine Notdurft bis dahin unterdrücken konnte... Dank Nena und ihrem Konzert in der Color Line Arena ist der Parkplatz mal wieder gut gefüllt. Also anstellen in der 2. Reihe und siehe da – schon kommt Herr Kommissar und beglückt uns mit einem netten Souvenir. 15,- EUR für das Parken in Grünanlagen. Jupp, es gibt günstigere Parkplätze zumal wieder diversen Fahrzeughalter nicht in der Lage sind, ihr Gefährt geordnet abzustellen. Aber jetzt einfach wieder einsteigen und unseren angestammten Platz verlassen und sich auf eine neue Suche begeben. Nee – wir haben es ja! Also das arme Bundesland Hamburg mal wieder mit einer kleinen Geldspende gegen Spendenquittung unterstützen. Dass Weertzen und Lüneburg im Gegensatz zu uns kostenlos trotz verspäteter Anreise parken dürfen, soll hier nicht unerwähnt bleiben. Zum Glück sind die Aussichten noch super: Stiefel[1]-Wetter!!! Nach diversen Fachgesprächen im Stile der DSF-Doppelpass-Runde und der ein oder anderen Kalt-Schorle geht’s Richtung Stadion.
Der Süd-Eingang war mal wieder für die ca. 2.500 Gäste reserviert also weiter zum West-Eingang. Gestärkt durch Heidi-Lachs[2] begaben wir uns in die Nord-Kurve. Dass Papier nicht mehr teuer ist, konnte man durch die für die Choreographie bestimmten Papieretiketten erkennen. Auf jedem Platz lag ein Block mit hunderten Härke-Etiketten[3], die zu Spielbeginn in der Luft verteilt werden sollten. Und dann war es soweit 21:00 Uhr und die Mannschaften betreten die Arena. Die Zuschauer beginnen mit ihrer Choreographie. Die Westgerade versinkt in riesigen blauen Buchstaben HSV mit schwarzer Umrandung auf weißem Grund. Und da sind sie wieder - unsere 3 Farben und damit der Grund, warum sich in Hamburg spät abends mitten in der Woche ca. 50.000 Leute treffen. Die Stimmung ist bombig und Sprechchöre hallen durch's Stadion. Es ist angerichtet!
Diese Stimmung verflacht angesichts der verschleppenden Spielweise unserer Kreativabteilung allerdings zusehends. Erst zum Ende der 2. Halbzeit macht unser HSV richtig Druck und dann ist sie wieder da – diese Kulisse aus den 3 Farben und dem Geschrei aus 50.000 Kehlen. Es hilft nichts, mit einem 0:0 ist dieses erste Kapitel Halbfinale nach 93 Minuten schließlich vorbei. Nicht Fisch nicht Fleich. Ich versuche dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen, denn je schlechter zuletzt das Hinspiel-Ergebnis (1:0 Eindhoven, 3:1 Anderlecht, 2:1 Lüttich) in der Europa-League wurde, desto klarer wurden doch die Rückspiele (2:3 Eindhoven, 3:4 Anderlecht, 3:1 Lüttich) bestritten. Also Kopf hoch und darauf vertrauen, dass sich unsere Jungs nächste Woche für die Realisierung des Traums zerreißen.
Gegen 23:20 erreichen wir wieder unseren Parkplatz und brechen nach kurzer Zeit wieder Richtung Heimat auf. Kalt ist es geworden, so dass ich als Fahrer dazu genötigt werde, die Heizung im Bully anzustellen. Sogar der alte Monaco-Kämpfer Markus friert jetzt – unglaublich! Die Esso wird zur Stärkung und Mobilisierung der lezten Reserven angesteuert bevor es auf die Bahn geht. In Windeseile passieren wir Waltershof, Moorburg, Heimfeld, Tötensen, Rade, Hollenstedt, Heidenau, um schließlich über Sittensen um ca. 00:18 Uhr den Koko wieder zu Hause abzuliefern. Ein Tag endet und ich kann jetzt nachdem ich Sir Witten als Letzten nach Hause gebracht habe sagen: DAS war garantiert (!) meine letzte Tour als Fahrer in der Saison 2009/2010!!! Allen Fahrern (01. Mai gegen Nürnberg und 12. Mai Endspiel?) kann ich nur viel Glück wünschen, denn dann bin ich wieder als Mitfahrer dabei und so sage ich Tschüß bis zur Saison 2010/2011...
Elli
[1] Der Stiefel (Synonym: Boot, vom englischen Wort für Stiefel) ist eine Schuhgrundform und stellt daher eine Art der Fußbekleidung dar. Gegenüber dem nur bis zur Fußbeuge reichenden Halbschuh ist ein Stiefel ein Schuh, dessen Schaft (fachsprachlich für das Oberteil des Schuhs, in Abgrenzung zum Schuhboden) bis mindestens über den Knöchel reicht. Der Stiefelschaft wird nochmals grob untergliedert in den Fußteil und das sich daran anschließende, nach oben reichende Rohr (allgemeinsprachlich "Schaft" genannt) – Quelle: Wikipedia
[2] Heidi-Lachs
Heide Rickmann; Fischhandel und Räucherei Am Lunedeich 78, 27572 Bremerhaven-Fischereihafen
Tel: 04 71-7 27 57
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
[3] Härke
Aktualisiert ( Samstag, den 24. April 2010 um 17:21 Uhr )
Hamburger SV vs. Standard Lüttich
Mittwoch, den 07. April 2010 um 22:16 Uhr
Hartwig Meyer
 Donnerstag 1. April 2010 und es ist wieder soweit, Europa League Tag in Hamburg, diesmal gegen die Belgier von Standard Lüttich. Aufgrund von Unfällen und Osterferienverkehr habe ich mir gedacht, dass ich mich mal etwas früher in Bewegung setze, um die Crew einzusammeln. So war ich also gegen 17.30 Uhr schon mal bei Markus. Danach zu Jens Behrens, Andre Simons und Thomas Meyer.
Um 18.00 Uhr hatten wir dann auch Anja Müller an Bord und brauchten nur noch TM ( auch Thomas Meyer ) und Stefan Witten abzuholen und ab ging es Richtung Stadion nach Hamburg. Aber wo langfahren ???? Bockel Stau, Sittensen Stau, quasi überall Stau. Wir haben einfach gedacht lass uns doch mal über Tostedt fahren, lief alles gut bis wir in Wistedt angekommen sind.
Alles dicht die Bundesstrasse Richtung Tostedt stand komplett mit Fahrzeugen, aber wir haben uns, trotz alle dem, auch mit eingereiht.
So setzten wir uns langsam aber stetig Richtung Stadion in Bewegung, plötzlich, wie bei „Wicki und die Wikinger“ kam Markus eine Idee, er hat sich aber nicht an der Nase gerieben, ein Weg von Wistedt „hintenrum“ nach Tostedt.
Ich habe also den Rückwärtsgang reingeschmissen und fuhr auf den Radweg Richung Kreuzung zurück. Der Weg brachte uns gefühlte 100 km weiter und wir standen nicht mehr auf der Bundesstrasse, sondern in Tostedt. Ja in Tostedt gibt es auch viele Läden und vor allem Friseure und einen Country Saloon, wo eine schon nette Blondine rauskam, aber lt. Andre S. wohnt dort „Bronko Bill“, der Mann, der seinen L......... auf den Servierwagen präsentiert. Naja von aussen so betrachtet hat der Laden ja nicht den Eindruck gemacht, als könnte man dort eine Konfirmation feiern oder so in der Art. Hinter Tostedt war die Bundessstrasse auch wieder frei Richtung Autobahn.
Aber der nächste Stau ließ nicht lange auf sich warten, ca. 20 Km vor dem Elbtunnel standen wir wieder, an uns fuhren Pkw’s mit rausgehaltenen HSV- Flaggen vorbei, da konnte man schon so denken man ist bald da am Stadion.
Das Wetter war eigentlich ganz OK bis wir durch den Tunnel gefahren sind, plötzlich Regen ganz komisch voll die Wettergrenze. Naja gegen 20.15 Uhr sind wir dann endlich am Stadion angekommen, schnell eine Krakauer auf die Hand und ab ins Stadion. Zum Spielverlauf ??? Naja ein dusseliges Gegentor, das 1. Tor für Hamburg durch Petric per Elfmeter und dann das 2:1 durch R. v. Nistelrooy. Die „tausend“ Chancen wollen wir mal nicht erwähnen.
Nach dem Spiel wollten wir eigentlich ganz normal nach Hause, der Bus wollte aber nicht, hatte wohl kein Bock, da half nur eins anschieben alle Mann raus und Attacke. Gott sei dank sprang der Bully wieder an und ab ging es Richtung Heimat. Nun kam aber die Frage, wo noch hin ?????? Keine Disco auf, keine Kneipe auf , gar nichts auf , voll doof irgendwie. Stefan Witten brachte Hoffnung, dass man bei Ihm ja noch eben kurz sitzen könnte klappte schließlich auch und so saßen wir in fröhlicher Runde bis das Thema Bier kam und nach langer Diskussion behauptete Andre er könne 30 Flaschen Hemelinger von 30 Flaschen Haake Beck am Geschmack unterscheiden. Aus dieser Behauptung wurde schließlich eine Wette und die lautet: 25 Flaschen Hemelinger und 25 Flaschen Haake Beck muss Andre ohne Fehler am Geschmack unterscheiden können. Ich sage schon mal Danke Andre für den netten Grillabend bei dir. Ich glaube das schafft nur Bronko Bill.
Der Abend endete schließlich um ca. 2.00 Uhr nachts, also bis denn,
Munter bleiben
Hartwig Meyer
Aktualisiert ( Mittwoch, den 07. April 2010 um 22:22 Uhr )
Eindhoven – oder das Spiel gegen Ruuud's Familie
Freitag, den 19. Februar 2010 um 23:31 Uhr
Jens Behrens
 Die Bully-Mitglieder unter Euch werden sich jetzt sicher fragen, wo ist der Bericht über die Geburtstagspardy und warum schreibt der Elli jetzt einen Fahrtbericht. Ganz einfach – bis jetzt habe ich leider keine Zeit gefunden, die Eindrücke von letzten Samstag in Worte zu fassen. Das wird aber ganz sicher in Kürze der Fall sein und deshalb reiße ich lieber mal kurz die Tour gegen die Gouda-Kicker hier ab...
Also eigentlich begann für mich die Tour zum Heimspiel der Europa-League schon am Mittwoch den 17. Feb. 2010. An diesem eisigen Winterabend fasste ich den Entschluss, den Bully um ca. 18:15 Uhr aus seiner Winterbehausung (die Anstippsche Scheune) zu befreien. Gesagt, getan. Also Schlüssel abholen und ab. In der Dunkelheit sich Zutritt zur Scheune zu verschaffen, war aber nicht gerade ein Geistesblitz von mir, denn zum einen fehlte es an einer ausreichenden Beleuchtung und zum anderen hatte der Winter die Schieneneinfassungen der Rolltore komplett vereist. Die Tore ließen sich nicht bewegen und mit Brachialgewalt hebelte ich nur die Tore aus der Fassung. Nur gut, dass ein Hackebeil von meiner Handy-Display-Beleuchtung in der Scheune erstrahlt wurde. Also ging es zum Eishacken. Nach unbändigem mechanischem Einwirken auf die Kräfte der Natur hatte ich es schließlich geschafft: Die Laufrinnen waren vom Eis befreit und die Tore ließen sich endlich wieder öffnen und schließen! Juhu!!!. Aber der Jubel währte nur kurz, denn das Tauwetter und die Minusgrade hatten den Schnee vor der Scheune zu einer festen Eis-Schneeschicht werden lassen. Wie der Bully nach dem Wolfsburg-Spiel in die Scheune gekommen ist, bleibt für mich unergründlich, denn Einfahrtspuren ließen sich nicht mehr wirklich erkennen. Ich steckte jedenfalls mehrmals auf der Wiese fest und jegliche Befreiungsversuche mit der Schneeschippe (ebenfalls aus der Scheune) waren zum Scheitern verurteilt. Da mir die 2. Anschubkraft fehlte, bemühte ich schließlich den Bully-Wart und Scheunenobmann zur besagten und mit unserer gemeinsamen motorischen bzw. mechanischen Energie bekamen wir den Bully doch tatsächlich frei – somit sollte der Donnerstagstour nichts mehr entgegenstehen.
Somit springe ich jetzt auf den eigentlichen Tag der Abreise - Donnerstag 18. Feb. 2010 sollte es nach'n Hamburg zum Spiel gegen unsere ehemaligen Nachbarn aus Seedorf[1] gehen. Von unserer Bully-Stammelf konnte nur eine Rumpftruppe aufgeboten werden. Es fehlten, Habermannski, Sir Witten, Schöni, Hardy der Holzwurm und Markus Anstippus. Cord wollte in Hamburg aufgelesen werden und Koko feierte schon mal vorab bei Dennis in Sittensen. Also holte ich als letzte verbliebene Stammkraft und Fahrer TM aus Zeven, Rüdi aus dem Rosenweg und den zukünftigen Bürgermeister „Schigga der I.“ aus Hatzte ab. Selbiger Lokalpolitiker monierte die Räumdienste der Gemeinde bzw. die dortigen Straßenverhältnisse. Tja, wat soll ich nu dazu sagen? Hast'e Recht und es wurde auch schon von mir angesprochen aber ob die Kritik angekommen ist, sehen wir wohl erst im Winter 2010/2011...
Während also der eine über die Straßenverhältnisse klagte, hatte Koko ein ganz anderes Problem. Der von ihm eingeführte 3. Parkplatz als Pinkelpause sollte ihn vor erheblichen Problemen stellen und so nahm ich sein Flehen bzw. schließlich auch seine Gewaltandrohungen in Angst um meine körperliche Unversehrtheit letztlich zum Anlass, kurz nach Vorbeifahren an der Raststätte Ostetal den nächsten Parkplatz anzusteuern. Unglaublich aber wahr – nach 8,9 km und nach ca.8 Minuten hält Koko's Blase den Belastungen nicht mehr Stand... Nur für's Protokoll: Damit ist wohl die noch von ihm selbst bei der BvB-Tour aufgestellte 3-Parkplatz-Regel wieder ad acta gelegt...
Von dieser kleinen Pause ließ ich mich aber nicht beirren, den Bully im Schweinsgalopp[2] nach Hamburg zu treiben. Um ca. 19:12:43 Uhr erreichten wir nach diversen Jägermeistern (Super-Rüdi!!!) unseren Parkplatz. TM hatte seinen MP3-Player dabei, der über DVB-T verfügt. Somit war auch für Unterhaltung gesorgt, denn die Nord-Rivalen spielten bereits im Land der Grachten und des Goudas. Wie man weiß, allerdings nur mit mäßigen Erfolg, denn die Chancen wurden verspielt und mit 0:1 sollte für sie der Abend enden, während unser ja erst noch beginnen sollte. Nach einem Hallo bei unseren Lüneburgern und einem letzten Jägermeister ging es mit Cord Richtung Arena.
Die ganzen Polizzen-Taxen brachten mich auf eine Idee, die wohl in Kürze auch von Cord realisiert wird. „Warum machen wir vom Bully nicht mal auf Jörg und Dragan[3]?“ Dazu werden wir in Kürze unter Mithilfe von Cord schöne Auto-Ankauf-Visitenkarten drucken und beim nächsten Europa-League-Spiel selbige an den blau-weißen-Taxen platzieren. Wer weiß, vielleicht finden wir ja bald kostengünstigen Ersatz für unseren Bully. Einzige Voraussetzung – es muss ein Bully sein. Wer uns an dieser Stelle einen anbieten kann, wird gebeten, sich bei uns zu melden schon jetzt zu melden, denn dann könnten wir uns diese Aktion ja sparen...
Das Spiel unseres HSV war nun nicht so der Bringer. Zu Null gewonnen – Mund abputzen und Samstag in der Bundesliga nachlegen! Ich zumindest hatte den Eindruck, dass unsere Jungs sich ein wenig geschont haben und schon mit ihren Kräften für die kommenden Wochen gehaushaltet haben. Ich will zwar nicht wieder das Fass mit'm Schiri aufmachen, denn er hat ja zumindest für uns einen Elfmeter gepfiffen und keinen gegen uns, aber ganz doll war seine Leistung nicht. Die gelben Karten flogen unseren Jungs nur so zu während ständiges Halten am Trikot und rüdes Einsteigen der Holländer oftmals ungeahndet blieb. Herauszuheben ist neben den negativen Sachen wie die späte Anstoßzeit und dadurch geringere Zuschauerzahlen nur der Gefühlsausbruch der Fans als Ruuuuuuuud ins Spiel kam. Da sag mal einer die Norddeutschen wären nicht leicht zu begeistern... Und fast hätte „Van The Man“ ja auch wieder zugeschlagen. Aber Respekt wie kopfballstark er ist und mit wieviel Cleverness er seine Bälle abschirmt. Wahrscheinlich war es diese Begeisterung und die Tatsache, dass Trotsche nicht spielte weshalb Koko ohne Jacke und kurzärmlig im Block stand (vgl. Fotos).
Also mit wenigen Höhepunkten Spiel gewonnen und nun mal sehen wie das Rückspiel wird. Meine Fahrt endet ziemlich unspektakulär, denn schon kurz nach dem Spiel ging es Richtung Heimat und große Szenen waren auch im Bully nicht mehr zu erwarten. Die Meute wollte angesichts des bevorstehenden Arbeitstages frühestmöglich nach Hause. Gegen 0:18 Uhr landete Koko in Sittensen und der Bürgermeister aus Hatzte wurde im Anschluss abgeliefert. Über Elsdorf ging's nach Zeven wo ich am Hotel Paulsen schließlich den Master of Travellers = TM ausstiegen ließ. An dieser Stelle endet mein Bericht mit Hinweis auf die schwierigen glatten Straßenverhältnisse...
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen von meiner vielleicht letzten Bully-Fahrt dieser Saison - hoffe, bin safe und wünschen allen weiteren Fahrern viel Glück und Spaß an dieser Stelle – und der Bericht zur Geburtstagsparty folgt – versprochen!!!
Elli
[1] 1963 im Kalten Krieg von Niederländern übernommene Kaserne mit selbigen Namen bis zu deren Abzug 2006; nun offiziell „Fallschirmjäger-Kaserne“ und Teil der Bundeswehr
[2] dt. Redensart für „schnell und nicht besonders sorgfältig“
[3] Jörg und Dragan bekannt aus der RTL-Serie "Die Autohändler“
Aktualisiert ( Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 20:58 Uhr )
HSV vs. Wolfsburg
Sonntag, den 31. Januar 2010 um 19:30 Uhr
Stefan Witten
 Endlich gab es mal ein Freitag-Abend-Heimspiel. Super Sache dachte ich mir, da kommen bestimmt alle Bully-Mitglieder gern mit. Dem war aber leider nicht so, denn außer Thomas „Coco“ Meyer und mir wollte doch tatsächlich keiner der Stammbesetzung mit dem Bully nach Hamburg reisen. Da Coco schon gefühlte 15 mal in dieser Saison gefahren ist, war mir klar welches Los ich gezogen habe. Aber auf Grund der extrem schlechten Witterunsverhältnisse hatte Coco Mitleid mit mir und hat erneut das Steuer übernommen. Tausend Dank.
Los gings dann pünktlich um 17.00 Uhr. Mit an Bord waren dann neben uns beiden Marina, Nicole, Andrea und wieder einmal Kai. Ich glaub der Kai hat so langsam stark gefallen an unserem Bully gefunden und man munkelt das er in dieser Saison schon öfter mit uns zum HSV gefahren ist als einige unseres Bully-Teams. Da genug Glühwein und Apfelpunsch an Bord war konnten wir auch direkt ohne großen Zwischenstopp nach Hamburg durchgleiten. Diese Fahrt wird wohl als eine der längsten Fahrten zu Heimspielen in die Geschichte eingehen. Wir haben sage und schreibe 1,5 Stunden benötigt (obwohl kein Stau war) um das Ziel zu erreichen. Hier hat uns dann die Behrens-Bande auch netterweise einen Parkplatz freigehalten.
Zum Spielverlauf schreibe ich wie immer nicht so viel. Der HSV war in meinen Augen die klar bessere Mannschaft und hat sich leider ein dummes Gegentor gefangen. Im Moment hat man das Gefühl, dass sich einfach zu häufig individuelle Fehler einschleichen. Zum Glück gabs dann aber noch mit dem Abpfiff das mehr als verdiente Ausgleichtor durch Troche. Naja wenigstens einen Punkt geholt. Das einzig Gute an der Sache ist wohl, dass der grüne Verein von der Weser an diesem Wochenende gar keinen Punkt mehr geholt hat und wir somit unseren Abstand zu denen um einen weiteren Punkt ausbauen konnten.
Die Rückfahrt verlief dann auch ziemlich unspektakulär. War halt nur ziemlich glatt. Kai hatte natürlich noch nicht genug und wurde dann von uns noch in der Disco in Scheeßel rumgefahren. Ich konnte dann so gegen 1.00 Uhr nachts mein trautes Heim betreten.
Das solls auch schon gewesen sein.
Nocheinmal herzlichen Dank an den unermüdlichen Driver Coco.
Aktualisiert ( Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 20:56 Uhr )
Elli's Ergänzungen zur BvB Auswärtstour
Sonntag, den 31. Januar 2010 um 19:19 Uhr
Jens Behrens
 Hallo Koko, Moin Sekretärin,
warum ich überhaupt noch ein paar Zeilen zu den legendären in Dortmund schreiben soll, weiß ich eigentlich gar nicht so recht. Hier aber wie versprochen ein paar Gedanken-Fetzen (war ja nuuur Beifahrer). Ich beschränke mich aber lediglich auf DIE Highlights...
Also erwähnenswert ist sicherlich die musikalische Unterstützung bei der Anfahrt auf die 3. Parkplätze. Hierfüür hat Sir Witten ja mal wieder gaaaanz tief in die Apres-Ski-Kiste bzw. in den Ballermann-Sangria-Eimer gegriffen. Libero 5 (Thorsten Faßbender) mit „Der ganze Bus muss Pipi (Wir fahren in die Berge) sorgte für das GO-Signal unserer Urin-Blasen.
Ansonsten haben wir uns ganz wunderbar auf die Kält vorbereitet. Creme von Koko kiloweise in die Handflächen drücken und versuchen zu verteilen...
Der Rest ist so lala. Spiel von Dortmund eher in die Kategorie „Mal wieder viel geträumt und alles verspielt“ ablegen und ganz schnell vergessen.
Nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor'm Spiel. Meiner Meinung nach haben die Ursprünge der handgreiflichen Auseinandersetzung schon vor'm Spiel. Ich glaube nämlich, dass bereits vor dem Spiel ca. 4 Leute unsere Bully-Gruppe aus Richtung Parkbrücke passiert haben. Nach dem Spiel schauten dann ca. 10 Personen in gebührenden Sicherheitsabstand wieder vorbei zurück in Richtung Park. Dieses Mal aber schon argwöhnisch beäugt von Stefan, Markus, mir und zahlreichen anderen. Markus wähnte diesen schwarzen Block gar versteckt hinter einem weiter entfernt stehenden Kleinbus. Sie kehrten in der Dunkelheit aus dem Park zurück und sammelten sich vermutlich in einiger Entfernung zwischen den Autos. Dabei machten sie ihre vermeintlichen Opfer und die Fluchtwege aus. Unverhofft und aus der Dunkelheit stürmte der schwarze Block schließlich auf den Bully zu. Unerkannt und den Überraschunsgmoment nutzend schlugen sie vereinzelt zu und traten sodann die Flucht an. 4 Personen verpassten jedoch den Absprung und fanden sich plötzlich gegenüber der formierten HSV-Anhänger wieder. Einzelne von uns hatten so die Gelegenheit zurückzuschlagen aber man ließ es bei einer lautstarken Konversation. Das Ganze versehen mit einzelnen Tritten bzw. Wischern nach einer Mütze...
Unsere Nachbarn aus Northeim (glaube ich, dass sie da wegkamen) machten zwar noch vom Jedermann-Festnahmerecht nach § 127 Abs. 1 Strafprozessordnung[1] (StPO) Gebrauch aber nicht wirklich mit durchschlagenden Erfolg. Wobei der Auftritt schon was hatte. Einfach vier verdutzten Kohle-Köppen aus'm Ruhrpott entgegnen „Ich nehme Sie, Sie, Sie und Sie nach § 127 StPO fest, sollten Sie sich nicht augenblicklich zwecks Aufnahme Ihrer Personalien ausweisen können!“. Fühlte mich bei der Szene und dem Auftreten im nachhinein an Pulp Fiction mit Samuel L. Jackson und seinen legendären Zitaten zu Ezekiel 25, 17[2] erinnert. Ein grandioser Auftritt...
Sir Witten hatte währenddessen schon die „Ninja Turtles“ gerufen. Aber bis unsere Uniformierten auch wirklich da sind, dauert es ja immer und deren Einsatzfreudigkeit hielt sich auch in Grenzen. Mit Kommentaren wie „Die sind eh schon über alle Berge.“ und „Fahrt mal lieber los“ kann man nicht wirklich punkten. Und so begab es sich, dass der schwarze Angreifer-Block so von dannen ziehen konnte.
Bei der anschließenden Bestandsaufnahme mussten wir feststellen, dass Bruder Albers aus Steddorf und der herbeieilende Schöni (war dann nicht mehr vgl. Fotos) am meisten eingesteckt haben. Aber wie sagte Koko auch so schön – zum Glück waren das nur gut 20 Leute...
Die Stimmung war ab diesem Zeitpunkt zumindest gut angeheizt.
Selbiges musste ich im McDonald's irgendwo Richtung Osnabrück erfahren. Bis zum Klo und damit quasi schon direkt am Eingang eine Schlang bis Meppen. Markus schon weit vorne im Getümmel verloren, grinst mich ein kleiner Bub im Alter von ca. 10 Jahren an und entgegnet mir: „Wenn Du vordrängelst, kriegst Du auf die Schnauze!“ Respekt! Sein Vater im Schlepptau musste über diesen Ausspruch nur lachen. Ein wenig geplättet meinte ich nur: „Und wenn Du Markus nicht rausschickst, kriegst Du auf die Schnauze!“
Dass die Luft dort drinnen brannte hatte der Kleine also schon mitbekommen und während der Bully draußen komplett auf Markus wartete, erhitzte sich drinnen wohl weiter die Gemütslage. Jedenfalls erschien irgendwann Markus und warnte uns, dass es gleich wohl abginge. Und siehe da, „Sesam, öffne Dich![3]“ es erschien einer mit blutunterlaufenen Auge und Richtung Mc wild gestikulierend. Bääässssaaaar abziehen. Und so zogen wir ab in Richtung Hamburg und McBockel....
Soooooo ich hoffe, meine Erinnerungen reichen Dir. Bis später / gleich.
Elli
[1] „Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtigt ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen.“
[2] „Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit den Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Und da steht weiter: Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten; Und mit Grimm werde ich sie strafen, so dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe."
[3] Zitat aus dem Märchen von Ali Baba und die vierzig Räuber in Gallands Tausendundeiner Nacht aus dem Jahr 1712.
Aktualisiert ( Donnerstag, den 17. Juni 2010 um 20:56 Uhr )
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