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Die Bully-Mitglieder unter Euch werden sich jetzt sicher fragen, wo ist der Bericht über die Geburtstagspardy und warum schreibt der Elli jetzt einen Fahrtbericht. Ganz einfach – bis jetzt habe ich leider keine Zeit gefunden, die Eindrücke von letzten Samstag in Worte zu fassen. Das wird aber ganz sicher in Kürze der Fall sein und deshalb reiße ich lieber mal kurz die Tour gegen die Gouda-Kicker hier ab...
Also eigentlich begann für mich die Tour zum Heimspiel der Europa-League schon am Mittwoch den 17. Feb. 2010. An diesem eisigen Winterabend fasste ich den Entschluss, den Bully um ca. 18:15 Uhr aus seiner Winterbehausung (die Anstippsche Scheune) zu befreien. Gesagt, getan. Also Schlüssel abholen und ab. In der Dunkelheit sich Zutritt zur Scheune zu verschaffen, war aber nicht gerade ein Geistesblitz von mir, denn zum einen fehlte es an einer ausreichenden Beleuchtung und zum anderen hatte der Winter die Schieneneinfassungen der Rolltore komplett vereist. Die Tore ließen sich nicht bewegen und mit Brachialgewalt hebelte ich nur die Tore aus der Fassung. Nur gut, dass ein Hackebeil von meiner Handy-Display-Beleuchtung in der Scheune erstrahlt wurde. Also ging es zum Eishacken. Nach unbändigem mechanischem Einwirken auf die Kräfte der Natur hatte ich es schließlich geschafft: Die Laufrinnen waren vom Eis befreit und die Tore ließen sich endlich wieder öffnen und schließen! Juhu!!!. Aber der Jubel währte nur kurz, denn das Tauwetter und die Minusgrade hatten den Schnee vor der Scheune zu einer festen Eis-Schneeschicht werden lassen. Wie der Bully nach dem Wolfsburg-Spiel in die Scheune gekommen ist, bleibt für mich unergründlich, denn Einfahrtspuren ließen sich nicht mehr wirklich erkennen. Ich steckte jedenfalls mehrmals auf der Wiese fest und jegliche Befreiungsversuche mit der Schneeschippe (ebenfalls aus der Scheune) waren zum Scheitern verurteilt. Da mir die 2. Anschubkraft fehlte, bemühte ich schließlich den Bully-Wart und Scheunenobmann zur besagten und mit unserer gemeinsamen motorischen bzw. mechanischen Energie bekamen wir den Bully doch tatsächlich frei – somit sollte der Donnerstagstour nichts mehr entgegenstehen.
Somit springe ich jetzt auf den eigentlichen Tag der Abreise - Donnerstag 18. Feb. 2010 sollte es nach'n Hamburg zum Spiel gegen unsere ehemaligen Nachbarn aus Seedorf[1] gehen. Von unserer Bully-Stammelf konnte nur eine Rumpftruppe aufgeboten werden. Es fehlten, Habermannski, Sir Witten, Schöni, Hardy der Holzwurm und Markus Anstippus. Cord wollte in Hamburg aufgelesen werden und Koko feierte schon mal vorab bei Dennis in Sittensen. Also holte ich als letzte verbliebene Stammkraft und Fahrer TM aus Zeven, Rüdi aus dem Rosenweg und den zukünftigen Bürgermeister „Schigga der I.“ aus Hatzte ab. Selbiger Lokalpolitiker monierte die Räumdienste der Gemeinde bzw. die dortigen Straßenverhältnisse. Tja, wat soll ich nu dazu sagen? Hast'e Recht und es wurde auch schon von mir angesprochen aber ob die Kritik angekommen ist, sehen wir wohl erst im Winter 2010/2011...
Während also der eine über die Straßenverhältnisse klagte, hatte Koko ein ganz anderes Problem. Der von ihm eingeführte 3. Parkplatz als Pinkelpause sollte ihn vor erheblichen Problemen stellen und so nahm ich sein Flehen bzw. schließlich auch seine Gewaltandrohungen in Angst um meine körperliche Unversehrtheit letztlich zum Anlass, kurz nach Vorbeifahren an der Raststätte Ostetal den nächsten Parkplatz anzusteuern. Unglaublich aber wahr – nach 8,9 km und nach ca.8 Minuten hält Koko's Blase den Belastungen nicht mehr Stand... Nur für's Protokoll: Damit ist wohl die noch von ihm selbst bei der BvB-Tour aufgestellte 3-Parkplatz-Regel wieder ad acta gelegt...
Von dieser kleinen Pause ließ ich mich aber nicht beirren, den Bully im Schweinsgalopp[2] nach Hamburg zu treiben. Um ca. 19:12:43 Uhr erreichten wir nach diversen Jägermeistern (Super-Rüdi!!!) unseren Parkplatz. TM hatte seinen MP3-Player dabei, der über DVB-T verfügt. Somit war auch für Unterhaltung gesorgt, denn die Nord-Rivalen spielten bereits im Land der Grachten und des Goudas. Wie man weiß, allerdings nur mit mäßigen Erfolg, denn die Chancen wurden verspielt und mit 0:1 sollte für sie der Abend enden, während unser ja erst noch beginnen sollte. Nach einem Hallo bei unseren Lüneburgern und einem letzten Jägermeister ging es mit Cord Richtung Arena.
Die ganzen Polizzen-Taxen brachten mich auf eine Idee, die wohl in Kürze auch von Cord realisiert wird. „Warum machen wir vom Bully nicht mal auf Jörg und Dragan[3]?“ Dazu werden wir in Kürze unter Mithilfe von Cord schöne Auto-Ankauf-Visitenkarten drucken und beim nächsten Europa-League-Spiel selbige an den blau-weißen-Taxen platzieren. Wer weiß, vielleicht finden wir ja bald kostengünstigen Ersatz für unseren Bully. Einzige Voraussetzung – es muss ein Bully sein. Wer uns an dieser Stelle einen anbieten kann, wird gebeten, sich bei uns zu melden schon jetzt zu melden, denn dann könnten wir uns diese Aktion ja sparen...
Das Spiel unseres HSV war nun nicht so der Bringer. Zu Null gewonnen – Mund abputzen und Samstag in der Bundesliga nachlegen! Ich zumindest hatte den Eindruck, dass unsere Jungs sich ein wenig geschont haben und schon mit ihren Kräften für die kommenden Wochen gehaushaltet haben. Ich will zwar nicht wieder das Fass mit'm Schiri aufmachen, denn er hat ja zumindest für uns einen Elfmeter gepfiffen und keinen gegen uns, aber ganz doll war seine Leistung nicht. Die gelben Karten flogen unseren Jungs nur so zu während ständiges Halten am Trikot und rüdes Einsteigen der Holländer oftmals ungeahndet blieb. Herauszuheben ist neben den negativen Sachen wie die späte Anstoßzeit und dadurch geringere Zuschauerzahlen nur der Gefühlsausbruch der Fans als Ruuuuuuuud ins Spiel kam. Da sag mal einer die Norddeutschen wären nicht leicht zu begeistern... Und fast hätte „Van The Man“ ja auch wieder zugeschlagen. Aber Respekt wie kopfballstark er ist und mit wieviel Cleverness er seine Bälle abschirmt. Wahrscheinlich war es diese Begeisterung und die Tatsache, dass Trotsche nicht spielte weshalb Koko ohne Jacke und kurzärmlig im Block stand (vgl. Fotos).
Also mit wenigen Höhepunkten Spiel gewonnen und nun mal sehen wie das Rückspiel wird. Meine Fahrt endet ziemlich unspektakulär, denn schon kurz nach dem Spiel ging es Richtung Heimat und große Szenen waren auch im Bully nicht mehr zu erwarten. Die Meute wollte angesichts des bevorstehenden Arbeitstages frühestmöglich nach Hause. Gegen 0:18 Uhr landete Koko in Sittensen und der Bürgermeister aus Hatzte wurde im Anschluss abgeliefert. Über Elsdorf ging's nach Zeven wo ich am Hotel Paulsen schließlich den Master of Travellers = TM ausstiegen ließ. An dieser Stelle endet mein Bericht mit Hinweis auf die schwierigen glatten Straßenverhältnisse...
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen von meiner vielleicht letzten Bully-Fahrt dieser Saison - hoffe, bin safe
und wünschen allen weiteren Fahrern viel Glück und Spaß an dieser Stelle – und der Bericht zur Geburtstagsparty folgt – versprochen!!!
Elli
[1] 1963 im Kalten Krieg von Niederländern übernommene Kaserne mit selbigen Namen bis zu deren Abzug 2006; nun offiziell „Fallschirmjäger-Kaserne“ und Teil der Bundeswehr
[2] dt. Redensart für „schnell und nicht besonders sorgfältig“
[3] Jörg und Dragan bekannt aus der RTL-Serie "Die Autohändler“
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