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Endlich mal wieder eine Auswärtstour des Bullys, von langer Hand geplant und kurzfristig umgesetzt. Eigentlich fing der Tag schon beschissen an, (abgesehen davon das ich der Fahrzeugführer war…) da ich den Zeitpunkt des Treffens um 10:00 Uhr nicht einhalten konnte. Grund dafür war, dass wir uns ausgeschlossen hatten und erst eine abenteuerliche Klettertour über das Dach durchs Schlafimmerfenster den Zugang zur Wohnung ermöglichte.
Also erst um 10:15 in Elsdorf angekommen, wo es sich die Reisegruppe schon bei Elli mit einer erfrischenden Kaltschale gut gehen ließ. Mit an Bord waren bei dieser Tour Carsten, Markus, Schöni, Elli, Sir Witten, Jan-Niklas Peters und mein ehemaliger Arbeitskollege Kai Dreyer sowie ich als der schon erwähnte Chauffeur. Kai war dankenswerter Weise für Hartwig eingesprungen, dessen Karre in Fulda verreckt war.
Nachdem alle ihr Bier geleert und den Bully bestiegen hatten noch kurz zum Bäcker (schönen Dank noch mal an die Spende von Rolf und Christiane!) um unsere feste Nahrung einzuladen.
Als wir los wollten traf gerade die Wiersdorfer Reisegruppe in Elsdorf ein und so ging es gemeinsam auf die Bahn in Richtung Pott. Die Stimmung war prächtig, was sicherlich auch an der neuen CD (Apre Ski Vol 23 oder so) lag, die Sir Witten extra für die Tour zusammen gestellt hatte.
Kurz hinter der kleinen hässlichen Stadt in der Nähe von Delmenhorst wurden die ersten rufe nach einer Pinkelpause lauter. Da ich vor der Abfahrt angekündigt hatte, dass eine Pinkelpause 3 Parkplätze vorher angemeldet werden muss, hatte der ein oder andere schon Schweißperlen auf der Stirn und war sichtlich erleichtert, als wir den rettenden Parkplatz ansteuerten.
Die Blase geleert, noch schnell eine geschmökt und schon sollte es weiter gehen. Kurz angefahren lief auch schon der Rum meines Co- Piloten Bürgermeister Elli die Scheibe runter, weil er sein Getränk an selbige gehängt hatte. Also Becher wieder rein und ab ging die Post. Nach weiteren 150 Kilometern entdeckte der Bürgermeister meine Handcreme und zeigte sie dem anderen Mitfahren. Markus lies sich nicht lumpen und schmiss für die Runde eine Runde der Creme. Nachdem alle ihre Handpflege beendet hatten und gefühlten 20 Pinkelpausen später landeten wir um 14:30 in Dortmund. Hier das übliche Prozedere: Markus und Elli bauten das Sonnensegel und die Anderen Tische und Bänke auf. Dieser Brauch kam den Ordnern aus dem Kohlenpott nicht so gut an und so bekamen wir den Auftrag alles hinter dem Bully zu platzieren. Nun konnte ich auch endlich meine Einweggrills rausholen und das Angrillen konnte beginne. Wenig später trafen das auch die Steddorfer mit ihrem Bully ein und es entstand eine gewohnt gesellige Runde.
Am Stadion angekommen trafen auch gerade beide Teams mit ihren Bussen ein (Ob die auch gegrillt haben??) Im Stadion dann noch kurz einen kleinen Snack eingeworfen und die Spiele konnten beginnen. Leider hatte der HSV an diesem Tag nicht sonderlich Lust auf Fußball und verlor verdient mit 0:1. Es war ein schlechtes Spiel und die Stimmung auf den Rängen wurde aggressiver. Dies zeigte sich besonders an den zwei Schwachköppen vor mir, die ihren Vordermann immer wieder provozierten und ihn sogar von oben bis unten bespukten. Aber das war noch harmlos gegen das was sich nach Spielende auf dem Parkplatz folgen sollte. Da der Parkplatz voll war und der Verkehr sich staute beschlossen der Steddorfer Kutscher und ich zu warten bis sich der Verkehr aufgelöst hat. Urplötzlich kamen zwischen den Bully 20 dunkelgekleidete Typen auf uns zugelaufen und schlugen sofort zu. Genauso schnell wie sie kamen, verschwanden sie auch wieder. 4 Personen dieser Gruppe haben die Absprung verpasst und sahen sich plötzlich eingekesselt von 20 Elsdorfern, Steddorfern und Northeimern. Aus diesem Kessel konnten sie nicht entkommen und wurden nach einer gefühlten Ewigkeit der gerufenen Polizei übergeben. Da stellt sich natürlich wieder einmal die Frage: Wo ist eigentlich Fabi, wenn man ihn mal braucht J Im Großen und Ganzen ging es glimpflich aus, Schöni hatte was am Auge (und einen im J J) und ein Steddorfer eine blutige Nase.
Nachdem wir auf Anraten der Sheriffs uns auf den Heimweg machten entschlossen wir noch in Holdorf das große M anzusteuern. Der Laden war völlig überfüllt und die Mitarbeiter so überfordert, das es den nächsten Ausbruch an Aggressionen gab. Wieder gab es Haue und ein 10 jährige Pöks wagte es sogar dem Elsdorfer Bürgermeister Schläge anzudrohen, falls dieser es wage sich vorzudrängeln. Also entschlossen wir uns, den Ort der Gewalt in Richtung Heimat ohne zu speisen wieder zu verlassen.
An Bord war die Stimmung trotzdem super, und so war es für mich teilweise schwierig das Fahrzeug auf der Bahn zu halten, als auf den hinteren Plätzen zur neuen CD getanzt und gepogt wurde.
Wieder vorbei an der kleinen hässlichen Stadt in der Nähe von Delmenhorst ging es in Bockel erneut zum großen M, um den verpassten Snack nachzuholen. Bevor es dazu kam, übte sich Markus als Reinigungskraft und wischte den Fußboden von McDonalds. Jaja, es wird eben jeder nach seinen Fähigkeiten eingeteilt… Danach hatte er einen riesigen Hunger auf Kuchen, der ihm aber auch nach 20maligen verweigert wurde. So musste der Grillmeister gefühlte 40 Cheeseburger brutzeln um die beiden Reisegruppen satt zu bekommen. Danach trennten sich die Wege der beiden Bullys, die einen fuhren gen Heimat und wir machten noch einen Stopp bei der Tanke um Markus den Wunsch nach einem Eis zu erfüllen.
Zum Abschluss wurde einer nach dem Anderen bis vor die Haustür gefahren, Sir Witten als Letzter, sodass ich um 2:30 Uhr endlich in Sittensen ankam und völlig platt ins Bett fiel.
Es war eine aufregende und lustige Tour. In diesem Zusammenhang noch mal schönen Dank an den Steddorfer Kutscher Dennis Meier, mit dem die Rücktour wirklich Spaß gemacht hat.
Mit freundlichen Grüßen
Coco
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