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04. Feburar 2012 14:30 Uhr mein zweiter Einsatz als Fahrer unserer Bully’s stand kurz bevor. Den ganzen Vormittag hatte ich Daheim auf meiner Baustelle verbracht und nach dem erschreckend schwachen Heimspiel, dass der HSV gegen den BvB gezeigt hatte war meine Stimmung nicht gerade euphorisch.
Zu Fuß begab ich mich zu Stefan Witten wo alle an diesem Spieltag mit reisenden Bully Mitglieder (Carsten, Markus, Jens, Stefan und Thomas) bereits auf mich warteten. Sie hatten sich zu einem kleinen Bier vor Tour-Beginn versammelt. Auf Grund der frostigen Temperaturen überprüfte ich noch einmal die Kühlflüssigkeit unseres Gefährtes. Danach fuhren wir gemeinsam zum E-Hof wo schon unser Wirt Markus mit seinem guten Freund Thomas auf uns wartete. Somit waren wir komplett und machten uns auf den Weg nach Hamburg. Meine Gedanken waren immer noch eher trist und ich überlegte die ganze Zeit wie ich die Bevorstehende Niederlage unseres HSV würde verarbeiten können, da ich als Fahrer ja auch auf dem Rückweg keinen Alkohol würde trinken können. Somit gab es keine Aussicht auf ein schnelles Vergessen dank Alkohol-Rausch.
Über die Fahrt selbst kann ich nicht viel berichten, außer dass wir für Stefan eine Toiletten – Pause am Parkplatz Rosengarten einlegten. Obgleich Stefan von den Übrigen Mitreisenden hierfür jede Menge Spott erntete mussten, als der Bully zum Stehen gekommen war, plötzlich auch die anderen Konfirmanden pissen
.
Danach ging es weiter zu unserem Stammparkplatz, wo auf Grund der Witterung niemand aus dem Bully aussteigen mochte. Noch geringer war dieses Bedürfnis, als sich ein etwas größerer „schwarzer Mob“ dem Parkplatz unseres Gefährtes näherte. Zu diesem Zeitpunkt war es recht still im Bus, von der sonst stets anwesenden Polizei war niemand zu sehen und so kam es das niemand Bedarf verspürte die Bayern Fans mit fröhlichem Gesang zu begrüßen, sondern auch jetzt sich keiner meiner Gefährten aus dem warmen Bully herauswagte.
Als dann direkt vor uns ein paar Polizisten „anlandeten“ gab es dann wieder die gewohnten schlauen Sprüche aus leicht geöffneten Schiebefenstern…
Wir haben dann noch ein wenig Musik gehört und begaben uns eine Stunde vor Anpfiff ins Stadion. Dort wartete eine schönes „Warm-Up“ auf uns. Endlich gab es HSV-Mucke vom Feinsten in der Stadion Show für uns, so dass wir uns schon mal ein wenig einsingen konnten. Spätestens bei Buddy Ogün und seinem Super Hit Margarethe, gab es kein Halten mehr. Als wir dann Lotto ein schickes Geburtstagsständchen gesungen hatten ging es los mit dem Spiel. Meine Laune hatte sich deutlich gebessert und als der HSV dann von der 1. Minute an los legte wie die Feuerwehr gab es keine Halten mehr. Der Support von den Rängen war trotz eisigen Temperaturen super und Sala donnerte in der 23. Minute den Ball freistehend ins Münchener Gehäuse. Mit Ende der ersten Halbzeit verließen nicht nur die Spieler den Platz, sondern auch meine Stimme meinen Rachen (schade eigentlich, hätte gerne noch länger unseren HSV laut stark angespornt). Dank des eingewechselten Olic konnten die Bayern in der 71. Zwar den Ausgleich erzielen, aber ein Punkt blieb völlig zu Recht in Hamburg! Nach Abpfiff feierten wir unsere Helden, wobei mir persönlich die Leistung von Jarolim, Rincon und Sala an diesem Tag verdammt gut gefallen haben. Auch der Rest des Teams hat wahnsinnig gekämpft und hätte einen Sieg wahrlich verdient gehabt. Da die Mannschaft sich offensichtlich auf einem guten Weg befindet dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis wir wieder große Siege bejubeln dürfen.
Die Bayern und ihren Schalker - Keeper verabschiedeten wir dann standesgemäß mit einem ihr werdet nie Deutscher Meister… und begaben uns danach zurück zum Bully.
Ein 1:1, dass sich wie ein Sieg anfühlte, einfach genial, zumal ich solch ein Ergebnis nicht in den kühnsten Träumen erwartet hätte. Stefan war auf der Rückfahrt nach Wetten zu Mute und so wettete er an der tiefsten Stelle des Elbtunnels mit Jens, das bis zum Ende der Saison der VfB Stuttgart entweder absteigt oder sich von seinen Trainer Bruno Labbadia trennt. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringt…
In Sittensen füllten wir den Tank unseres Bully’s und dann lud ich meine Mitfahrer geschlossen beim E-Hof ab, wo sie an der Maskerade des TUS Elsdorf teilnehmen wollten. Ich begab mich nach Hause, wärmte mich in unserer herrlich warmen Stube ein wenig auf und schlief später mit dem Traum von der großen Feier auf dem Rathausplatz ein.
Wie ihr seht hat es sich auch trotz schlechter Vorzeichen riesig gelohnt auch bei der Kälte zum HSV zu fahren und es sind Tage wie dieser an denen man zu Recht stolz darauf sein kann die Raute im Herzen zu tragen.
n diesem Sinne: NUR DER HSV! Euer Cord





Sonntag 12:00 Uhr in Elsdorf….die Vorfreude steigt, denn es ist mal wieder soweit, unser „großer“ HSV hat ein Heimspiel gegen die Clubberer aus Nürnberg.






